Sonntag, 14. Januar 2018

[Rezension] Ellen McCoy - Verliebt und zugeschneit - Alaska wider Willen 2

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Taschenbuch: KLICK - 8,99 € - 230 Seiten
ebook: KLICK - 0,99 €
Reihe: Ja - Buch 2 von 2, aber einzeln lesbar!
Altersempfehlung: Erwachsene
Genre: Romance

Die Autorin:
Ellen McCoy wohnt mit ihrem Mann und ihren zwei kleinen Töchtern in der Nähe von Köln. Sie ist eine absolute Leseratte und liebt es, in schönen Geschichten zu versinken. „Unsäglich verliebt“ - ihr erster humorvoller Liebesroman - schaffte es auf Anhieb in die Top10 der Amazon Charts und auf Platz 3 der Bild-Bestsellerliste. Gern können Sie persönlich Kontakt zu Ellen McCoy aufnehmen unter Als Elvira Zeißler veröffentlicht die Autorin auch romantische Fantasy: "Ein Cupido zum Verlieben" "Echte Männer küssen besser" - www.elvirazeissler.de





Inhalt:
Eigentlich scheint Sarahs Leben perfekt. Doch wirklich glücklich ist sie nicht und entschließt sich kurzerhand, dass es so nicht weiter gehen kann. Kurzentschlossen trennt sie sich von ihrem Verlobten und nimmt längt überfälligen Urlaub und fährt allein in die Ruhe und Abgeschiedenheit von Alaska. Hier möchte sie allein über Weihnachten zu einem Entschluss kommen, wie es in ihrem Leben weiter gehen soll. Wobei, so ganz allein ist sie dabei nicht. Denn ihr Nachbar Tom läuft ihr über die Füße. In der Hoffnung auf ein paar unverbindliche Worte hier und da muss sie jedoch erleben, dass Tom in einem Moment sehr nett, im anderen launisch und abweisend ist. Doch Tom hat einen sehr guten Grund für seine Art und bald schon kommt Sarah dahinter. Damit allerdings scheinen sich ihre Probleme nur zu vervielfältigen, statt zu klären ...


Meine Meinung:
Ach was ein tolles Buch. Es ist romantisch, locker, leicht, humorvoll und hier und da auch traurig. Kurz gesagt: perfekte Unterhaltung. Das ganze gepackt in viel Schnee und die Weihnachtszeit ist es natürlich jetzt in der späten Herbst und nahenden Winterzeit eine perfekte Lektüre, die man gemütlich zusammengerollt auf der Couch verschlingen kann.

Sarah mochte ich auf Anhieb. Sie macht es mit ihrer lieben Art dem Leser aber auch sehr leicht. Mir gefiel, dass sie ihr eigentlich gutes Leben aufgab, um zu sich selbst zufinden. Um nicht einfach weiterzumachen, nur weil es bequem und gut ist, sondern herauszufinden, was ihr wirklich fehlt. Auch, wenn das, was sie suchte - Einsamkeit und Ruhe zum Nachdenken - irgendwie gar nicht da war... trotzdem erlebt man im Verlauf des Buches, wie sie ihren Weg nach und nach findet.

Aber auch Tom ist ein wirklich liebenswerter Charakter mit - natürlich schwerem Schicksalsschlag, so was darf ja einfach nicht fehlen - der irgendwie auch seinen Weg sucht, allerdings mit Hindernissen, die er immer wieder berücksichtigen muss. Ja, hier könnte man jetzt sicherlich sagen: Klischee .. aber gerade das ist es in meinen Augen, was das Buch einfach so zauberhaft macht ... die Hindernisse die zu bewältigen sind, die Vergangenheit, die schwer wiegt und jemand, der einen aus dem Trott raus reißt .. denn .. Realität haben wir doch schon alle genug, oder?

Ich hoffe, dass wir von dieser Reihe - jedes Buch in sich geschlossen und doch trifft man hier auch nebenbei auf die Figuren aus dem ersten Band - noch mehr zu lesen bekommen .. ich möchte einfach noch mehr von diesem Zauber erleben!

Fazit:
Eine wundervolle Winterlektüre fürs Herz, die durch ihre tollen Charaktere verzaubert und den Wunsch aufkommen lässt, selbst einmal nach Alaska zu reisen ;) .. ich hoffe, es wird weitere Bände der Reihe geben!

Meine Wertung:



Samstag, 6. Januar 2018

[Rezension] Sabine Schulter - Vampires of Eden

Verlag: Dark Diamonds
ebook: KLICK - 4,99 € - 320 Seiten
Reihe: Ja - Spinn off zur Reihe Melody of Eden
Altersempfehlung: ab 14 Jahren
Genre: Young Adult Fantasy

Die Autorin:
Seit einigen Jahren lebt Sabine Schulter in einer beschaulichen Kleinstadt im nördlichen Bayern, hat dort mit ihrem Mann zusammen eine hübsche Wohnung und arbeitet seit 2014 hauptberuflich als Autorin. Ihr erstes Buch "Die Erwachte - Die Geschichte von Sin und Miriam 1" kam im Oktober 2014 als Eigenpublikation heraus und inzwischen sind einige weitere Bücher dem ersten gefolgt - darunter auch Verlagsveröffentlichungen. Sabine Schulter liebt das Spiel mit den Emotionen und möchte ihre Leser tief in ihre Bücher ziehen, die oft von dem Zusammenspiel der Protagonisten untereinander geprägt sind. Viel Spannung gehört in ihre Geschichten genauso wie ein Happy End und unvorhergesehene Wendungen. Homepage: www.sabineschulter.de





Inhalt:
Nachdem langsam Ruhe in den Reihen der Vampire der Nachtpolizei einkehrt, haben Eden und Melody endlich einmal mehr Zeit für sich. Sie genießen es und Melody möchte ihren Wissensdurst rund um die Vampire stillen. Und so erzählt ihr Eden nach und nach die Geschichten einiger Vampire.

Meine Meinung:
Ich bin kein großer Freund von Kurzgeschichten oder von Spin-offs zu Reihen. Aber dies hier hat mich voll und ganz überzeugt! Die Autorin schafft es eine perfekte Geschichte zu gestalten, in denen sie die Geschichten der anderen Vampire quasi als Kurzgeschichten erzählt, ohne dass ich mich auch nur einmal gelangweilt oder unterbrochen gefühlt hätte. Ich finde es im Nachhinein richtig genial, dass ich jetzt so viel mehr über diese Personen weiß ... es macht sie so real, so lebendig - naja, so lebendig Vampire halt sein können ;)

Im Laufe des Buches bringt uns die Autorin also die Vergangenheiten einiger Vampire näher. Genau genommen sind es die von Scott, Scarlett, Rich, Ivy, Kardia und Toja und Karis.

Ich möchte nicht auf die einzelnen Geschichten eingehen, die sollte man schon selbst erleben. Doch sie haben mir z.B. Scarlett näher gebracht. Ich verstehe sie und ihre Eigenarten nun etwas besser. Ivys Geschichte hat mich ganz besonders getroffen und ich habe tatsächlich auch Tränen in den Augen gehabt. Aber auch Scott, Rich und Kardia  sehe ich nun in einem anderen Licht. Tojas und Karis Geschichte hat mich auch etwas gelehrt, aber wirklich besser leiden kann ich sie immer noch nicht *lach* .. aber das ist ja auch kein Muss :)

Ich finde jedenfalls, es hat sich definitiv gelohnt, mehr zu erfahren und ich hoffe natürlich, die Reihe geht weiter und weiter. Ich finde aber auch, man sollte dieses Spin-off tatsächlich erst nach dem dritten Teil lesen, also quasi tatsächlich so, wie die Bücher in der zeitlichen Reihenfolge erschienen sind.

Fazit:
Ein toller Spin-off zur perfekten Zeit - man sollte es nach dem dritten Teil der Reihe lesen, dann scheint es genau richtig zu sein - so wie es auch erschienen ist. Es ist wie eine eigenständige Geschichte, die man einfach nicht missen darf!

Meine Wertung:



Hier noch einmal die Reihe in ihrer erschienenen Reihenfolge:


Donnerstag, 28. Dezember 2017

[Rezension] Virginia Fox - Rocky Mountain Snow (13) - Astrid und Mouse

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ebook: KLICK - 5,99 € - 398 Seiten
Reihe: Ja - Band 13 - einzeln lesbar
Altersempfehlung: Erwachsene
Genre: Romance

Die Autorin:
Virginia Fox, geboren 1978, war bereits im Alter von vier Jahren mit ihren zwei Hauptleidenschaften infiziert: mit der Liebe zu Büchern und Texten in jeglicher Form und der Liebe zu den Pferden. 

Nach dem Lesen zahlreicher Bücher und dem Schreiben verschiedener Kurzgeschichten und Essays startete sie ihr bis her größtes Projekt: Die Drachenschwestern-Trilogie. Nach der Fertigstellung der Trilogie musste sie feststellen, dass sich der Schreibvirus nicht abschütteln lässt. Im Dezember 2014 startete sie mit Rocky Mountain Yoga (Band 1) die neue Rocky Mountain-Serie. Inzwischen sind es bereits 10 Bände. Die Autorin lebt zusammen mit ihrer Tochter, ihrem Australian Cattle Dog und einem launischen Kater in Zürich. Wenn sie nicht gerade am Schreiben ist, widmet sie sich ihrer zweiten Leidenschaft, den Pferden. Mehr über die Autorin auf virginiafox.com.






Inhalt:
Tagsüber arbeitet Astrid in der Apotheke in Independence, doch nachts spielt sie den schwarzen Engel, der versucht den Leuten in den Trailerparks zu helfen. Doch zu ihrem vollkommenen Glück fehlt ihr noch ein Mann und sie hätte nichts dagegen, wenn Mouse genau dies wäre. Doch ihr ist klar, dass sie nichts zu bieten hat, was diesen Mann reizen könnte. Um so verwunderter ist sie, als er scheinbar immer öfter ihre Nähe sucht. Doch bevor Astrid sich über diese Begegnungen tiefere Gedanken machen könnte, wird sie von wichtigeren Dingen beansprucht. Sie hat sich in den Kopf gesetzt, für die Leute der Trailerparks eine Weihnachtsfeier zu veranstalten und stößt damit auf viel Gegenwind und gerät in eine gefährliche Lage.

Meine Meinung:
Da war es wieder, das Gefühl, das sich bei diesen Büchern immer wieder einstellt: Nach Hause kommen. Es ist so schön, all diese tollen Charaktere wieder und wieder zu treffen und dabei immer mehr, immer neue kennenzulernen.

Dieser Band widmet sich Astrid und Mouse .. zwei Menschen, die ich bislang nur am Rand wahrgenommen habe. Mouse … jessas was ein Name für ein Mitglieder der Motorrad-Rocker-Truppe … kommt dabei als wirklich nett und sympathisch her. Wie immer bei diesen Typen hat die harte Schale einen weichen und sehr attraktiven Kern ;). Astrid ist da eher die Unscheinbare – zumindest hält sie sich dafür. Typischer Fall von Unterschätzung und so muss sie erst einmal aus ihrem Schneckenhaus herausgekitzelt werden, was nicht nur durch Mouse ganz wunderbar funktioniert.

Auch in diesem Buch musste ich wieder sehr herzlich über den – wie ich finde – tollen Humor der Autorin lachen. Sie gibt ihren Figuren immer so einen herrlich trockenen, manchmal sogar leicht sarkastischen Humor mit, der mir ganz besonders gut gefällt. Und so hat man auch hier in dieser Weihnachtsgeschichte wieder eine gelungene Mischung aus Liebe, Dramatik, Humor und hier und da wieder auch ernste Themen. Perfekte Unterhaltung.

Fazit:
Auch beim 13. Band werde ich nicht müde zu betonen, wie sehr mir die Reihe gefällt. Ich finde es immer wieder toll, was der Autorin für Geschichten rund um diese kleine Gemeinde einfallen. Herrlich unterhaltsam!




Mittwoch, 27. Dezember 2017

[Rezension] Michael E. Vieten - Handbuch zur Rettung der Welt

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Verlag: Twentysix
Taschenbuch: KLICK - 12,90 € - 288 Seiten
ebook: KLICK - 5,99 €
Altersempfehlung: ? Ab 16 Jahren?
Genre: Dystopie

Der Autor:
Michael E. Vieten. Jahrgang 1962. Aufgewachsen in Düsseldorf und Ratingen. Den Großteil seines Lebens hat er im Norden Deutschlands verbracht. Heute lebt und arbeitet er im Hunsrück. Gelernter Hotelkaufmann. Später Wechsel in die IT-Branche. 2002 gründete er sein eigenes Unternehmen und verkauft es 2011, um mehr Zeit für die Dinge zu haben, die ihm wirklich wichtig sind. Michael E. Vieten schreibt seit seiner Jugend. Überwiegend Prosa und Lyrik, Romane und Erzählungen, am liebsten Balladen über die kleinen und großen Dramen im Leben von Menschen. Seine Bücher sind eine Mischung aus Lebenserfahrungen, Sehnsüchten, Hoffnungen und ein wenig Fantasie. Er freut sich immer sehr darüber, wenn er seinen Lesern etwas mitgeben konnte, für ihre eigene Reise durch die Zeit. Die Ruhe zum Schreiben findet er in einer kleinen Gemeinde am Fuße des Erbeskopfs. Von seinem Schreibtisch aus hat er einen freien Blick über die Höhen des Hochwalds und den Nationalpark, durch den er in Schreibpausen gerne wandert. Den Kontakt zu seinen Lesern hält er persönlich und über soziale Medien und Lesungen. In seinem Blog stehen umfangreiche Textproben und Audiolesungen bereit. Interessierten Lesern bietet er in der Rubrik „Autor intern - Neuigkeiten aus der Schreibstube“ einen Einblick in seine Arbeit als Autor. Michael E. Vieten will sich auf einen bestimmten Schreibstil oder ein Genre nicht festlegen. Er experimentiert gerne und beschränkt seine Protagonisten wie in einem Kammerspiel oft auf engste Räume. Seine Helden sind fehlbar. Sie glauben, sie zweifeln, sie hoffen, sie fürchten und sie irren. Oft kämpfen sie mit sich selbst. Er lässt keine Wunder geschehen. „So sei das Leben nun mal“, sagt er. „Eine gefährliche Sache. Hat noch keiner überlebt“. Michael E. Vieten liebt klassische Musik, den Wald, das Meer, philosophische Fragen und kluge Antworten.


Inhalt:
Im Jahr 2050 ist von der einstigen menschlichen Zivilisation nicht mehr viel übrig. Vereinzelte Existenzen kämpfen um das tägliche Überleben. So auch Mila und Josh. Während Mila mit ihren 16 Jahren nichts anderes kennt als dieses Leben und einzig nach dem Prinzip handelt zu überleben, kennt der über 70 Jahre alte Josh noch die Welt, wie sie früher einmal war. Die Beiden treffen aus Zufall zusammen und beschließen, fortan gemeinsam weiterzugehen, auf der Suche nach einem besseren Ort. Und während Mila mit Hoffnung in die Zukunft schaut, ist Joshs Beweggrund für die Reise nur, nicht auf der Stelle zu bleiben.

Meine Meinung:
Ein sehr schwieriges und hartes Thema, verpackt in eine Geschichte, die zum einen unterhaltsam ist, zum anderen auch sehr lehrreich sein könnte. Als Leser begleitet man Mila und Josh Tag für Tag auf ihrem Weg. Auf ihrer Suche nach einem Ort, an dem es besser ist als dort, wo sie gerade sind. Doch dem Leser wird schnell klar, dass es diesen Ort wahrscheinlich nie geben wird. Doch der Optimismus der Jugend, ihr Wille auf eine Hoffnung, ohne die alles verloren wäre lässt auch den Leser hoffen.

Auf der anderen Seite ist Josh, der schon so viel erlebt hat, der eine Hoffnung aufgrund seines Wissens verloren hat und der sich durch Mila doch anstecken lässt. Er erzählt ihr von der Welt, wie sie einst war, was passierte, was man hätte besser machen können, wären nur die richtigen einsichtig gewesen.  Für Mila klingt alles so einfach, sie versteht nicht, warum wir in der Vergangenheit nicht die einfachen, richtigen Wege gegangen sind, die für sie ganz klar sind.

Auf ihrer Reise lernen die Beiden eine Menge voneinander, aber auch, alles aus einer anderen Sicht zu betrachten. Denn nicht nur Mila lernt von Josh, sondern auch er lernt, dass Milas Taten nicht immer schlecht sind, sondern dass es einen Sinn dahinter gibt. Und doch versucht er, ihren Weg zu verändern, ihr aufzuzeigen, eine andere Sichtweise zu erhalten.

Mich hat das Buch sehr nachdenklich gemacht. Denn obwohl es eine Geschichte ist, ist vieles leider sehr wahr und was sich daraus ergibt für uns so weit entfernt, dass wir es einfach von uns schieben. Nicht alle, aber die meisten sicherlich. Faszinierend fand ich ein Buch, das Mila die ganze Zeit las. Geschrieben in unseren Zeiten über die Mißstände die herrschten ... ein Buch, das es nicht gibt .. und doch, wer weiß .. in 33 Jahren ist vielleicht eingetreten, was hier in dem Buch nur erfunden ist und jemand  hält das Buch hier in der Hand und liest genau das ... ein faszinierender Kreislauf - so mir hier noch jemand folgen kann *lach*

Leider endet das Buch für mich sehr abrupt .. sicherlich sehr passend zur Geschichte, für mich jedoch zu offen, als dass ich damit abschließen könnte. Zu viele Möglichkeiten, die sich daraus ergeben ... andererseits lässt es einen dadurch auch nicht nach dem Lesen aus dem Griff.

Fazit:
Eine harte Geschichte, von der man nicht weiß, ob sie nicht doch wirklich so eintreten wird. Die uns falsche, aber auch richtige Wege aufzeigt. Aber auch, dass alles immer zwei Seiten hat und man möglichst Beide versuchen sollte zu verstehen. Eine wirklich großartige Unterhaltung mit einem ernsten Hintergrund. Die zeigt, dass jeder allein ist und man doch immer eine Hoffnung aus Anderen schöpfen kann.

Meine Wertung:




Dienstag, 19. Dezember 2017

[Rezension] Claudia Winter - Die Wolkenfischerin

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Verlag: Goldmann
Taschenbuch: KLICK - 9,99 € - 400 Seiten
ebook: KLICK - 8,99 €
Reihe: Nein
Altersempfehlung: Erwachsene
Genre: Zeitgenössische Frauenliteratur

Die Autorin:
Claudia Winter, geboren 1973, ist Sozialpädagogin und schreibt schon seit ihrer Kindheit Gedichte und Kurzgeschichten. Als Tochter gehörloser Eltern lernte sie bereits mit vier Jahren Lesen und Schreiben, gefördert von ihrem Vater. Vor "Aprikosenküsse" hat sie weitere Romane sowie diverse Kurzgeschichten in Anthologien veröffentlicht. Ihr neuer Roman "Glückssterne" erscheint am 12. Dezember 2016 im Goldmannverlag, Randomhouse. Ihre frühen Werke sind in Neuauflage unter dem Pseudonym "Carolin Wunsch" erschienen. Die Autorin lebt mit ihrem Mann und den Hunden Kim und Luka in einem kleinen Dorf nahe Limburg an der Lahn. Homepage der Autorin: www.c-winter.de




Inhalt:
Claire scheint es geschafft zu haben. Sie ist erfolgreich in ihrem Beruf, obwohl ihr  Leben auf einer Lüge aufgebaut ist. Denn niemand weiß, dass sowohl ihre Herkunft als auch ihre Ausbildung nicht der Wahrheit entspricht. Gerade wird ihr ein beruflicher Aufstieg angeboten, da bekommt Claire einen Anruf, der alles ins Wanken bringt. Ihre Mutter hatte einen Unfall und sie muss zurück in das kleine Dorf, in dem sie aufgewachsen ist, um sich um ihre Schwester zu kümmern ... Doch nicht nur Erinnerungen stürzen auf sie ein, auch ihren Freund aus Kindertagen trifft sie wieder. Doch während sie noch mit den Veränderungen kämpft, droht auch ihre berufliche Zukunft auseinander zu bröckeln und Claire begeht einen Fehler, der alles nur noch schlimmer macht.

Meine Meinung:
Die Wolkenfischerin ist ein sehr ruhiges Buch, das mehrere Geschichten zu einer großen verbindet. Es ist wundervoll zum herunterschalten und verweilen. Fast greifbar ist die Ruhe und Gelassenheit und auch die rauhe Seele, die das kleine Dorf in der Bretagne verbreitet. Hauptperson ist ohne Zweifel Claire. Doch auch einige andere Figuren haben einen recht großen Platz in ihm und erzählen ihre Geschichte, die mit Claires verwoben ist.

Das Buch ist sehr abwechslungsreich geschrieben, denn es erzählt die Geschichte nicht von A bis Z sondern beginnt eher in der Mitte, geht dann immer mal wieder zurück an den Anfang und wieder zurück zur Mitte, bis sich die beiden Stränge dann überlagern und führen dann gemeinsam zum Ende. Mir gefiel das sehr gut, denn es brachte immer wieder frischen Wind in die Geschichte.

Claire blieb mir ein bisschen fremd, muss ich leider sagen. Das liegt aber vielleicht daran, dass ich sie - zumindest anfangs - sehr bockig, dann sehr introvertiert erlebte. Ganz die berühmte Grande Dame, wie man es von einer Französin erwarten kann. Und damit etwas, was ich persönlich nicht sonderlich bevorzuge. Ich mag es lieber quirlig und impulsiv ... daher kam ich Claire wohl auch nie nahe. Tut der Geschichte jedoch keinen Abbruch.

Die Liebe spielt hier in dem Buch sicherlich auch eine Rolle, für mich nahm sie aber nicht viel Stellenwert ein. Ich habe es mehr als eine Reise Claires empfunden, die den richtigen Weg zu sich selbst erst noch finden muss. Es war, als würde man sie als Leser auf diesem Weg begleiten. Und ich gebe zu ... mein Herz hing eher an den Nebenfiguren als an Claire und dennoch konnte ich ihren Weg nicht verlassen und blieb bis zum Ende und schloss dann mit einem Lächeln das Buch.

Fazit:
Für mich eine sehr ruhige Geschichte, die zeigt, dass man den Weg im Leben immer finden kann. Manchmal eben erst später. Und dass man dabei auch schon mal ein paar Schritte rückwärts machen muss, wenn man eine andere Abzweigung nehmen möchte. Für Liebhaber von Frankreich sicherlich eine wundervolle Geschichte, denn die Beschreibungen der Landschaft und der Menschen lassen sehr leicht das Kopfkino angehen und fast schmeckt man das Salz in der Luft ...

Meine Wertung:





Sonntag, 17. Dezember 2017

2018 - Veränderungen

Ich denke schon seit ein paar Monaten über das Bloggen, speziell das Buchbloggen nach und bin zu dem Entschluss gekommen, dass sich jetzt, nach 7 Jahren etwas ändern muss.

Ich habe in den letzten Jahren sehr sehr sehr viel Zeit in das Hobby Buchbloggen gelegt. Eigentlich war die ursprüngliche Idee, endlich mal ein Hobby zu haben, das mir Ruhe und Gemütlichkeit bringt: Das Lesen. Und ja, ich lese nach wie vor super gerne. Aber das drumherum wird für mich immer anstrengender und das möchte ich Euch gerne einen kurzen Moment erläutern.

Ich habe viel erlebt in den letzten Jahren. Ich habe tolle Blogger und wundervolle Autoren kennengelernt. Ich liebe den Kontakt zu diesen Menschen. Es macht mich stolz, wenn sie mir ihre Werke anvertrauen, oft sogar noch vor der Veröffentlichung und nichts kann das Gefühl toppen, in ihren Büchern in den Danksagungen namentlich erwähnt zu werden. Ich hüte sie alle wie einen Schatz und möchte das auch nicht mehr missen.

Doch ich habe auch andere Seiten kennengelernt ... und alle zusammen bringen mich dazu, jetzt letztendlich doch etwas zu verändern.

Fangen wir mit dem größten Problem an .. die Zeit. Im Moment bin ich beruflich leider mehr eingespannt, als ich möchte, aber ich kann es derzeit nicht ändern und das wird ein paar Monate auch noch so bleiben. Ich bin ein sehr gewissenhafter Blogger. Ich schreibe zu 99,9% aller gelesener Bücher Rezensionen. Und das Schreiben und  veröffentlichen einer Rezension kostet mich zwischenzeitlich manchmal mehr Zeit, als das Buch zu lesen. Oft fehlen mir inzwischen die Worte für eine Rezension. Ich habe das Gefühl, alles schon 1000 mal geschrieben zu haben. Nur bei Büchern, die mich richtig überraschen und umhauen geht es mir da heute noch anders. Das heißt nicht, dass mir die anderen Bücher nicht gefallen. Man sieht es an  meinen Bewertungen. Doch so, wie sich die Inhalte von Büchern wiederholen, so wiederholen sich auch die Bewertungen irgendwann. Mich persönlich stört das sehr und so suche ich immer länger nach Worten. Das Einstellen auf 8 Plattformen kostet dann immer nochmal so lang ... und wenn es ein Rezensionsbuch war, muss ich teilweise diese Links auch noch alle melden ... Das soll keine Beschwerde sein, dafür bekomme ich ja das Buch - in meinem Fall übrigens 90% ebooks - umsonst. Doch diese langen Zeiten, die ich für das Schreiben und einstellen brauche, laugen mich mehr und mehr aus, verderben mir die Freude, ein Buch zu lesen, weil ich weiß, danach sitze ich wieder stundenlang für die Nacharbeit.

Was mich aber inzwischen auch sehr stört, ist das drumherum. Sei es, dass ich meine Rezensionen jetzt überall noch als Werbung anprangern muss, dass ich ständig Angst haben muss durch das Cover-zeigen ein Copyright zu verletzen (vielleicht nicht jetzt, aber irgendwann wenn die Rechte wechseln) und dass immer und immer weniger scheinbar die Rezensionen überhaupt lesen. Und ja .. ich besuche selbst auch immer weniger Blogs, weil mir die Zeit gänzlich dafür fehlt.

Aber ich möchte mich letztendlich auch etwas dem Druck der Bloggerei entziehen. Ich habe dieses Jahr mehrere Dinge erlebt, die mir persönlich den Spaß an der Zusammenarbeit auch mit Autoren sehr getrübt haben. Ich werde darauf nicht näher eingehen, denn nichts hasse ich so sehr, wie schmutzige Wäsche zu waschen. Ich sage nur, ich bin enttäuscht von Verhaltensweisen, von Ansprüchen, die gestellt werden in einer Selbstverständlichkeit, die mich teilweise sprachlos zurück ließen. Und meine freie Zeit für Hobbys und für Freunde / gute  Bekannte ist begrenzt. Daher werde ich hier ganz stark zurückrudern.

Ja .. ich habe nach wie vor Lieblingsautoren die ich immer noch absolut hoch schätze, mag und immer unterstützen werde. Ich werde auch nach wie vor lesen, aber ich werde nur noch wenige Bücher rezensieren. Die, die mich wirklich umhauen und die, wo ich meine Lieblingsautoren unterstützen möchte. D.h. der Blog geht weiter, aber extrem reduziert .. den Trend konnte man glaube ich schon in den letzten Wochen sehen, aber ich habe jetzt einen ganz klaren Cut gesetzt zum Jahreswechsel, um selbst aus diesem Kreislauf herauszukommen.

Vielleicht ändert es sich irgendwann wieder, aber im Moment glaube ich ehrlich gesagt nicht daran. Ich freue mich jetzt einfach darauf, mal ein Buch zu lesen und es am Ende einfach zuklappen zu können und mich am Nachklang zu erfreuen, als mich wieder zu stressen, möglichst viel für das Buch zu tun (Rezension, verteilen, werben, etc)....

Ich würde mich übrigens freuen, wenn dieser Artikel mehr als einen einzelnen Kommentar wert sein würde :)

[Rezension] Claudia Romes - Immortal Love - Ein Hauch von Menschlichkeit

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Verlag: Dark Diamonds
ebook: KLICK - 4,99 € - 378 Seiten
Reihe: Nein
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
Genre: Young Adult Fantasy

Die Autorin:
Claudia Romes wurde am 02.10.1984 in Bonn geboren.
Seit ihrer Kindheit fühlt sie sich zu Büchern hingezogen. Im Alter von neun Jahren begann sie, ihre eigenen Geschichten zu erzählen. Die Ideen dazu bezieht sie häufig aus Träumen. 
Die Autorin lebt mit ihrem Mann, ihren beiden Kindern, Hündin Gina und den zwei Katzen in der Vulkaneifel. Mehr unter www.claudiaromes.de








Inhalt:
Sarah ist auf dem Weg nach Hause, als sie mit dem Auto von der Straße abkommt. Sie merkt, dass ihr Leben zu Ende geht. Doch dann ist da plötzlich dieser Fremde, der sie aus dem Auto zieht und ihr Leben rettet. Doch der Fremde, den sonst keiner sah, geht Sarah nicht aus dem Kopf. Im Cafe ihrer Eltern sieht sie ihn dann endlich wieder. Doch er tut, als würde er sie nicht kennen und flüchtet. Doch das Schicksal führt sie bald schon erneut zusammen, als Sarah etwas in das Schloss bringt, wo er wohnt. Und obwohl Zachary jeden Kontakt zu vermeiden versucht, wird klar, dass er diese Rechnung ohne Sarah gemacht wird. Doch Sarah merkt schnell, dass die Legenden, die sich um das Schloss und seine Bewohner ranken nicht nur Legenden sind und sie bereits ein Teil dieser Geschichte ist.

Meine Meinung:
Ich denke bereits seit Tagen darüber nach, wie mir das Buch gefallen hat und komme irgendwie nicht zu einer endgültigen Entscheidung.

Da gibt es zum einen Zach und alles, was sich um ihn, das Schloss und die  Legenden dreht. Bei diesen alten Legenden fühle ich mich immer wie in eine uralte Gruselgeschichte zurückversetzt. Nicht, dass es mich wirklich gegruselt hätte, nein. Aber es fühlt sich alles so hmmm vertraut altmodisch an. Wie in diesen uralten Gruselcomics, die ich in meiner Jugendzeit las. Damit will ich nicht sagen, dass die Geschichte kopiert wäre, nein, definitiv nicht, es vermittelt nur so ein Gefühl des alt vertrauten. Schwer zu beschreiben. Gerade dieser Part der Geschichte war es auch, der mir sehr gut gefiel. Die Idee an sich. Auch wenn ich finde, die Geschichte hätte noch viel viel mehr Potential gehabt. Manches war mir viel zu schnell abgehandelt - völlig ausreichend um die Geschichte fortzuführen, doch ich hätte es gern noch intensiver erlebt.

Zach selbst hingegen erinnerte mich in seiner Art und seinen Sätzen dagegen viel zu sehr an eine der neuen, bekannteren Figuren des Paranormalen, und das war es, was mir nicht so gut gefiel. Er schien so berechenbar, so vorausschaubar, dass es mich hier und da tatsächlich reizte, zu gähnen. Doch eingeflossen in die tolle Idee der Geschichte auch wieder nicht. Ich war neugierig, wie es weiter geht, wie es endet. Und so las ich das Buch tatsächlich in einem Rutsch.

Fazit:
Eine schöne Geschichte mit einer interessanten Story, die Erinnerungen in mir weckte an alte Gruselcomics und mich damit wirklich sehr begeistert hat. Gleichzeitig aber auch fand ich das Potential nicht ausgeschöpft und Zachary war mir irgendwie zu vorhersehbar ... dennoch habe ich die Geschichte in einem Rutsch gelesen und unterhaltsame Stunden genossen.

Meine Wertung:



Montag, 11. Dezember 2017

Aktion Weihnachtszauber - Tag 11 - Verschickst Du traditionell noch Weihnachtskarten?

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Hallo ihr Lieben,
Habt ihr auch eine Schwäche für den Duft von Tannenzweigen, den Anblick von glitzerndem Schnee und den Geschmack von Weihnachtsgebäck und wollt ihr dazu noch ganz viel Liebe und Romantik? 

Dann seid ihr hier genau richtig. Denn heute ist die Aktion Weihnachtszauber bei mir zu Besuch.

Was das ist?
Weihnachtszauber ist eine Gruppe von Autorinnen, die es sich zur Mission gemacht haben, euch mit ihren Weihnachtsgeschichten zu verzaubern und in Vorweihnachtsstimmung zu versetzen. 

Dazu gehören:
Hannah Siebern, Mila Summers, Alice Vandersee, Michelle Schrenk, Birgit Kluger, Karin Lindberg, Nicole König, Jo Berger, Ilka Hauck, Cleo Lavalle, Freya Miles, Nadine Kapp, Lita Harris und Kay Noa.

Die Facebookseite findet ihr hier: https://www.facebook.com/Weihnachtszauber2017

Und alle Bücher stehen unter diesem Link: http://amzn.to/2yWfUSP

In der Vorweihnachtszeit wird die Aktion jeden Tag bei einem anderen Blog zu Besuch sein und alle Autorinnen werden Fragen rund um Weihnachten beantworten. Zum Beispiel über Bräuche, Lieblingskekse und Weihnachtsbäume.


Heute ist folgende Frage an der Reihe: ...


Verschickst du traditionell noch Weihnachtskarten?
















































Sonntag, 10. Dezember 2017

[Rezension] Laini Otis - Street Love - Für immer die Deine

Verlag: Impress
ebook: KLICK - 3,99 € - 454 Seiten
Reihe: nein
Altersempfehlung: ab 14 Jahren
Genre: Coming of Age

Die Autorin:
Laini Otis ist das Pseudonym einer musikverrückten Mittdreißigerin, deren Geschichten alle eines gemeinsam haben: Sie beginnen mit einem Song. Ein Song, der während des Schreibens zu einem Soundtrack wird, der den Herzschlag der Geschichte wiedergibt.

Wenn Laini mal nicht ihren zwei größten Leidenschaften – dem Schreiben und der Musik – nachgeht, begibt sie sich auf die Suche nach großartigen Momenten, die sie mit ihrer Kamera einfangen kann oder träumt sich auf jene Inseln, die mit einem Aloha beginnen und mit verzauberten Sonnenuntergängen enden.






Inhalt:
Nika ist noch keine achtzehn und lebt auf der Straße. Als sie überfallen wird, erhält sie überraschend Hilfe von Sky, dessen Job es ist, jungen Leuten auf der Straße zu helfen. Doch Nika will sich zunächst gar nicht helfen lassen. Zu schlecht sind ihre Erfahrungen an frühere Unterbringungen. Doch gemeinsam mit ihrem Freund Peanut willigt sie schließlich doch ein, sich rekrutieren zu lassen und für ein halbes Jahr unter strengen Auflagen in ein geregeltes Leben zurück zu kehren. Doch nicht nur, dass sich Nika von Regeln und den Wänden des Hauses eingesperrt fühlt - auch ihre verwirrenden Gefühle für Sky helfen ihr nicht, sich einzugewöhnen.

Meine Meinung:
Ich gebe zu, ich weiß nicht viel über die Menschen, die auf der Straße leben. Man sieht sie, oft übersieht man sie aber. Man weiß nicht, warum sie dort sind und wie man so leben kann. Man möchte es wohl auch gar nicht wissen. Dieses Buch hier erzählt eine mögliche Geschichte ..... was mich aber viel mehr beeindruckt hat, ist die Idee der Organisation - die wahrscheinlich nicht neu ist, aber über die man sich (oder ich mir) noch nie Gedanken gemacht habe. Es ist halt so, solange man nicht mit so etwas selbst in Berührung kommt, schiebt man es weg - reiner Selbsterhaltungstrieb denke ich mal.

Mir gefiel es, dass das Buch ein eigentlich sehr ernstes Thema hat, dennoch aber eine gewisse Leichtigkeit mit sich bringt. Es zeigt die Entwicklung von Nika. Ihrem Kampf um Veränderung, einen Platz in der Gesellschaft zu finden, sich ihren Ängsten zu stellen und ihre Probleme aufzuarbeiten. Es zeigt, dass man, egal wo man ist, Freunde finden kann, die einem helfen, jedes Hindernis zu überwinden. Und es zeigt auch, dass Liebe bei all dem eine sehr wichtige Rolle spielt. Da sie uns halt gibt, uns beflügelt, das nahezu Unmögliche wahr zu machen.

Mir gefiel Nika sehr gut. Sie war eine erfrischende Mischung aus Hilflosigkeit, Kampfgeist, Liebenswürdigkeit und es hat mir viel Spaß gemacht, ihre Entwicklung zu verfolgen. Aber mir gefielen auch sehr viele der anderen wichtigen Charaktere hier. Sei es nun die Betreuer, aber auch die Mitbewohner. Und obwohl das Buch nicht kurz war, hätte ich tatsächlich sogar gern oh viel mehr Zeit in der Geschichte verbracht.

Fazit:
Ein wirklich tolles Buch, das eine harte, realistische Geschichte zu einem sehr lesenswerten Roman macht, dem es an nichts fehlt. Realität, Drama, Freundschaft, Ängste, Gefühle und auch viel Herz. Ich kann es wirklich empfehlen.

Meine Wertung:



Sonntag, 3. Dezember 2017

[Rezension] Susanna Ernst - Milchkaffee - Das Glück der Liebe

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Verlag: feelings
ebook: KLICK - 2,99 € - 350 Seiten
Taschenbuch: KLICK - 12,99 €
Reihe: nein
Altersempfehlung: Erwachsene
Genre: Familiensaga / Romance

Die Autorin:
Susanna Ernst wurde 1980 in Bonn geboren und schreibt schon seit ihrer Grundschulzeit Geschichten. Sie leitete siebzehn Jahre lang eine eigene Musicalgruppe, führte bei den Stücken Regie und gab Schauspielunterricht. Außerdem zeichnet die gelernte Bankkauffrau und zweifache Mutter gerne Portraits, malt und gestaltet Bühnenbilder für Theaterveranstaltungen. Das Schreiben ist jedoch ihre Lieblingsbeschäftigung für stille Stunden, wenn sie ihren Gedanken und Ideen freien Lauf lassen will. Ihr Credo: Schreiben befreit!





Inhalt:
Die Geschichte eines Lebens, das in den Wirren der Nachkriegszeit beginnt. Es zeigt die ungewöhnlich tiefe Freundschaft zweier Menschen und die Liebe, die sich nicht durch äußere Einflüsse beirren lässt. Die Zeit und Raum und alle Hürden überwinden kann. Erik, der mit neun Jahren fast sein Leben verliert und Sophie, die es schafft, ihm neuen Lebensmut zu geben. Aber auch Sam, der allen Vorurteilen zum trotz das Beste ist, was den Beiden je hätte geschehen können. Denn ohne ihn hätte es wohl auch diese Geschichte nicht gegeben. Die den Leser melancholisch nachdenklich zurück lässt und die man sicherlich nicht wieder vergessen kann ...

Meine Meinung:
Das Buch vereint sehr viel dessen, was ich eigentlich nicht so gerne lese. Wenn ich lese, möchte ich einen Ausflug in eine Welt, die aufregender, schöner und lebendiger ist, als der Alltag, der einen umgibt. Ich möchte nicht von Krieg, Rassismus, Klassendenken, von Tod und schier unüberwindbare Hindernisse lesen. Doch trotzdem, manchmal, gerät man an genau so ein Buch und schafft es trotzdem nicht, es wieder aus der Hand zu legen. Weil es sich eingräbt in einen selbst und nicht los lässt. Ganz leise und schleichend. Ruhig und melancholisch. Und einem dennoch eine der schönsten Geschichten präsentiert, die man je gelesen hat.

Denn egal wie viele Schrecken und Abgründe es erzählt, zurück bleibt nur eine Liebe, die stärker ist als alles, was drumherum geschieht. Die so unschuldig und zart ist und dennoch so beständig.

Als Leser fällt man nicht in die  Geschichte. Viel mehr hat man das Gefühl, man sitzt als stiller Zuschauer am Rand und bemüht sich, den Verlauf nicht zu stören. Man lauscht den Worten und beobachtet einfach still, wie sie sich entwickelt. Trotz all den Geschehnissen ist es eine sehr ruhige Geschichte, die einfach erzählt werden muss und so wartet man ab, was geschieht. Aber vielleicht ist es ganz gut so, dass man nicht stärker eintauchen kann. Denn ich glaube, dass manches dann einfach zu schwer zu ertragen wäre. Denn den Kloß im Hals und die aufsteigenden Tränen spürt man sowieso schon fast beständig. Es fehlt die Leichtigkeit, die manche Geschichten zusätzlich haben und die einen aus diesem Gefühl heraus reißen könnten.

Eigentlich möchte man so viel aus dieser Geschichte erzählen. Und gleichzeitig gar nichts. Um nicht vorzugreifen, nichts wegzunehmen, was daran hindern kann, die Geschichte selbst so eindringlich zu erleben.

Das Ende fand ich sehr überraschend und nichts hat mich darauf vorbereitet ... faszinierend, wie es manche Autoren schaffen, einen so von etwas zu überzeugen, was gar nicht da ist :)

Fazit:
Eine umwerfend schöne und traurige Geschichte. Bei der man nicht weiß, ob hier die Melancholie oder die Freude überwiegen soll. Die zeigt, dass die Liebe alles überwinden kann, egal welche Wege das Schicksal auch gehen mag. Die zeigt, dass nichts von Bedeutung ist, nur der Glaube an sich und die Liebe.

Meine Wertung: